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Umbau auf einen 35l Tank von African Queens

Was mich bei der TA immer am meisten gestört hat war die geringe Reichweite. Spätestens nach 200km war Umschalten auf Reserve angesagt, da kommen sogar die meisten Sportler weiter. Für eine Reiseenduro ungeeignet. Und das nur weil die Ingenieure bei Honda vergessen haben einen zweiten Benzinhan anzubringen. So bleiben immer einige Liter ungenutzt im Tank, es sei denn man legt die Maschine flach auf den Boden und lässt sie in die andere Hälfte rüberlaufen. Für mögliche Umbauten kamen der AfricaTwin Tank oder eben der sauteure African Queens Tank in Betracht. Da mir der AT Tank mit 26l immer noch zu klein erschien entschied ich mit den Wert meiner TA zu verdoppeln und in den AQ Tank zu investieren.

Zusammen mit dem Tank werden zwei Verkleidungsteile geliefert, die die Anpassung an die originale Lampenmaske erleichtern sollen. Naja, mit viel Einsatz des Dremels liessen sie sich auch montieren. Genausogut hätte man die originale Verkleidung passend machen können. Eine Benzinpumpe (Mikuni, Unterdruck) muss auch noch untergebracht werden.

Lieferumfang: Tank, 2 Seitenverkleidungsteile, Benzinpumpe mit Schläuchen, 2 Benzinhähne:

Tank und Seitenteil

Bei der ersten Anprobe passte der Tank ganz gut:

Anprobe

Im nächsten Schritt habe ich die Benzinpumpe montiert. Sie wird mit einem Halteblech vorne links am Motorgehäuse angebracht und passt ganz gut (so gut dass ich keine Fotos gemacht habe). Dann kam endlich der erste italienische Pfusch (der Tank wird in Italien handgefertigt und passt somit fast garnicht an die TA): Das Gewinde für den rechten Benzinhahn war so krumm dass erstmal eine Runde Nachschneiden angesagt war. Nachdem ich die beiden Hähne drauf hatte passte der Tank nicht mehr mit den rechten unteren Verkleidungshalter zusammen:

Benzinhahn und Haltebügel

Was man hier im Bild schon nicht mehr sieht sind ungefähr 2cm der Verkleidung, die ich per Dremel und Trennscheibe weggeschnitten habe um Platz für den Tank zu schaffen. Auf der linken Seite passte der Benzinhahn, aber die Verkleidung machte auch hier Bekanntschaft mit der Trennscheibe und der Feile:

unpassende Verkleidung

Die hellen Späne auf dem Motorblock kommen von einer Schlauchschelle die beim Aufsetzen des Tanks schön die Grundierung weggescheuert hat.

Nach mehreren Stunden schneiden, schleifen, feilen und anprobieren lassen sich Tank und Verkleidung provisorisch montieren:

provisorisch montiert

Den Verkleidungshalter auf der rechten Seite habe ich mit roher Gewalt solange nach unten verdreht bis sich der Benzinhahn betätigen ließ:

Hahn und Bügel

Als nächstes werden die Löcher für die Seitendeckel und die Schraube für den Tank gebohrt. Dann habe ich den Alu-Motorschutz an die veränderte Lage des Bügels und den Benzinhahn angepasst (diesmal mit der großen Metabo-Flex):

Benzinhahn und Motorschutz

Dann die beiden Seitendeckel montiert und die Sturzbügel angepasst. Sind die alten, weichen 5* Teile die sich gut biegen lassen. Da sie eh schon krumm waren war die Anpassung sowieso fällig. Stand für die nächste Demontage schon auf dem Programm. An dieser Stelle auch noch mal vielen Dank an meinen Kumpel Götz (die AT im Hintergrund auf einem der Bilder oben). Wäre alleine noch mal viel Aufwändiger geworden.

Und so sieht das vorläufige Endergebnis aus:

fast fertig

Die Passgenauigkeit der Teile ist für den Preis wirklich unter aller Sau:

Seitendeckel

Cockpitverkleidung

Im Winter kommt das Ganze dann noch zum Lackierer. Den Tankdeckel mit Entlüftungsschlauch habe ich mittlerweile durch eine abschließbare Version mit integrierter Enflüftung ersetzt (Acerbis, über Touratech). Der TÜV Eintrag war kein Problem, ein Druckprüfbericht wird mitgeliefert.

Fazit nach den ersten 2500 Test-km:

ist schon cool bei voller Beladung (Beifahrer, 2 Aluboxen, Topcase, Seitentaschen an den Sturzbügeln) erst nach 550km eine Tanke ansteuern zu müssen. Die schlechte Passgenauigkeit der Teile hat mich Anfangs allerdings echt geärgert, v.a. bei dem stolzen Preis. Auf der Proberunde durch Tschechien, Österreich und Deutschland ist der rechte Benzinhahn einmal undicht geworden, was wohl an den beengten Platzverhältnissen liegt (musste den Hahn ein wenig verdrehen um auf Reserve zu schalten. Hat die Dichtung wohl nicht gemocht). Hier werde ich noch nachbessern. Auch ist die Reichweite auf Reserve mit 30km recht gering. Wenn man das Umschalten nicht schnell genug hinbekommt läuft die Benzinpumpe leer und man muss ganz ordentlich orgeln bis wieder ausreichend Sprit angesaugt ist und die Karre wieder läuft. Meine bevorzugte Einstellung im Moment: rechter Hahn on, linker off. Nach ca. 500km zuschalten der linken Hälfte notwendig (der linke Hahn ist leichter bedienbar). Dann noch mal ca. 50km bis Reserve notwendig.

Update am 14.05.2008, nach 37.000 km mit dem Tank:

Jetzt nach fast zwei Jahren hat mich die Sache mit der Umschalterei auf Reserve und der leerlaufenden Benzinpumpe doch so genervt, dass ich mir bei AQ einen Benzinhahn mit einem Geber für eine Reserveleuchte besorgt habe. Wenn die aufleuchtet sind je Tankhälfte noch ca. 2,2l vorhanden.

Update am 02.06.2008, nach 39.000 km mit dem Tank:

Habe mir wohl beim Versuch in Slowenien aus einer Grube herauszukommen (zwei mal lang gemacht, beim dritten mal hats geklappt) mit dem Lenker einen Riss in den Tank gerückt. Zu Hause einfach mit dem Dremel ein Stückchen ausgeschliffen und mit Uhu Plus 2 Komponenten Exoid Kleber wieder zugemacht. Schön einfache Reperatur, langsam fang ich an das GFT Zeug zu mögen

Update am 11.10.2008, nach 48.000 km mit dem Tank:

Habe im Zuge der 170.000km Inspektion die Gelgenheit genutzt endlich den Tank und die Verkleidungsteile zu lackieren. Erst habe ich die oben auf dem Bild sichtbaren Spalten mit Glasfasermatten und Uhu Plus Zwei-Komponenten Expoxid-Kleber aufgefüllt. Dazu habe ich von Unten Gaffer-Tape an die Seitenteile geklebt und da drauf die Matten laminiert. Nach dem Trocknen konnte man das Tape einfach abziehen:

Laminat1

Laminat2

Danach habe ich die überstehenden Glasfasern mit der Schere abgeschnitten und das Epoxy leicht angeschliffen und mit Feinspachtelmasse gefüllt bis alles ungefähr die gleiche Höhe hatte:

Feinspachtel

In der Zwischenzeit habe ich angefangen den Tank zu grundieren und mit einer weissen Sprydose aus dem Baumarkt zu lackieren:

Tank

Anschließend habe ich die Spachtelmasse geschliffen und die Seitenteile grundiert und lackiert, ebenfalls einfach mit Sprydosen:

Schleifen

Fünf Lackschichten später alles zusammengebaut und ein paar Aufkleber draufgemacht:

Aufkleber

Das Vorher-Foto gibts oben, hier das Nachher-Foto:

Nachher

Und so sieht's jetzt bei Tageslicht aus:

fertig

 

Valid XHTML 1.0 Transitional Letzte Änderung am: 13.11.2008 Get Firefox!